Großes und Kleines
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Es wird kalt draußen. In Chemnitz wurden schon die ersten Buden für den Weihnachtsmarkt aufgestellt und warten darauf, in den nächsten Wochen geschmückt und gefüllt zu werden. Offiziell war es nur eine vier-Tage-Wahlkreiswoche, den Feiertag in Sachsen habe ich in Berlin verbracht (dort ist ja auch kein Feiertag). Aber: Dabei habe ich einfach mal meine Mutti mitgenommen, um ihr meinen Arbeitsplatz in Berlin zu zeigen. Und nicht nur das, ich habe auch das noch fehlende Kunstwerk mitgenommen. Ja, es ist ein Bild vom Schlüppermarkt in Chemnitz. Ich finde es großartig, fotografiert hat es Mark Frost. Jetzt gab es diese Woche schon erste Nachfragen, warum ich mich nicht für eine der anderen Veranstaltungen in Chemnitz entschieden habe. Die Antwort ist einfach: Weil ich es in Berlin authentisch brauche und ab und an auch etwas zum Schmunzeln angucken will.
In diesem Sinne: Viel Freude bei der Lektüre!
Ihre
Nora Seitz MdB
31. Kreisparteitag der CDU in Chemnitz
Am Samstag vor der Wahlkreiswoche fand noch der Kreisparteitag der CDU Chemnitz statt. Ich selbst durfte aus meinen ersten Monaten im Deutschen Bundestag berichten und mein Büro-Team vorstellen, damit die Mitglieder der CDU, die mit meinem Büro in regelmäßigem Austausch stehen, künftig ein Gesicht vor Augen haben. Besonders gefreut hat mich, dass wir mit Oliver Schenk unseren sächsischen Europaabgeordneten begrüßen konnten. Ebenso war unser Generalsekretär Tom Unger vor Ort und brachte wichtige Impulse aus Sicht der Sächsischen Union ein. Der Höhepunkt des Tages war die Wahl eines neuen Kreisschatzmeisters: Mit beeindruckenden 100 Prozent der Stimmen wurde Kai Hähner in dieses Amt gewählt – herzlichen Glückwunsch! Der Kreisparteitag stand außerdem im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 80 Jahre CDU Deutschlands. Dieses Ereignis bot Gelegenheit, auf die unfassbare Geschichte unserer Partei zu blicken und zugleich über künftige Herausforderungen zu sprechen.
Inklusion in Chemnitz
Zum Ende der letzten Woche hatte ich die Gelegenheit, einen Integrationskurs der Euro-Schulen Chemnitz zu besuchen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen und brachten eine beeindruckende Neugier für unsere politische Ordnung mit. In einer offenen Gesprächsrunde stellten sie mir Fragen zur Arbeit in der Fleischerei, zu meinem Weg in den Deutschen Bundestag sowie zu meinen täglichen Fahrtwegen als Pendlerin zwischen Chemnitz und Berlin. Besonders bereichernd war das große Interesse an politischen Themen: Wir diskutierten über parlamentarische Abläufe wie den Hammelsprung und über die Berechnung von Mandaten anhand von Wahlergebnissen. Diese vielen interessierten Menschen haben mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll politische Bildung für ein erfolgreiches Ankommen in unserem Land ist. Mein herzlicher Dank gilt Frau Trinks für die Einladung und ihr Engagement. Der Besuch war für mich ein inspirierender Einblick in die Integrationsarbeit vor Ort.
Ein Treffen in der Kirche
Einen kleinen Zwischenstopp legte ich in der vergangenen Woche in der St.-Jakobi-Kirche in Chemnitz ein. Dort traf ich Tilo Jantz und Erika Wünsch von der TelefonSeelsorge Chemnitz. Sie hatten mich vor ein paar Wochen bereits zu ihrer Benefizveranstaltung am 3. Dezember 2025 eingeladen, da ist jedoch eine Sitzungswoche und ich bin nicht in Chemnitz. Da mir das Thema aber wichtig ist, verabredete ich mich vor Ort zu einem kleinen Austausch (und ich habe die beiden auch kurz interviewen dürfen!). Die Veranstaltung Anfang Dezember wird nicht nur ein Konzert sein, sondern auch eine Lesung: Amelie Mahlstedt stellt ihr Buch „Lolas verrückte Welt“ vor, in dem sie ehrliche und lebensnahe Einblicke in den Alltag von Betroffenen mit der Diagnose Down-Syndrom gibt. Los geht es um 18 Uhr in der St.-Jakobi-Kirche.
Regionalpolitische Jahrestagung des BMWE zu Gast in Chemnitz
Vielleicht liegt es an dem Titel Kulturhauptstadt Europas, vielleicht auch am Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, und seinen Überzeugungskünsten, aber in jedem Fall richtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seine regionalpolitische Jahrestagung in diesem Jahr in Chemnitz aus. Sehr zu meiner Freude natürlich. Nach mehreren Grußworten, unter anderem von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, durfte ich auf dem zentralen Podium unter dem Motto „Wachstum durch regionale Stärke“ mitdiskutieren. Gemeinsam mit Prof. Dr. Monika Schnitzer (LMU München), Sebastian Scheel (SMWA) und Stefan Körzell (DGB) sprachen wir darüber, wie regionale Stärke wachsen kann – durch Bürokratieabbau, besserer Infrastruktur und der Einbindung von Partnern aus der Praxis. Als Handwerkerin weiß ich aus eigener Erfahrung: Unsere Betriebe wollen arbeiten – nicht Formulare ausfüllen. Doch gerade kleine und mittelständische Unternehmen werden zunehmend mit Regularien überhäuft. Genau hier müssen wir schnell handeln und die Unternehmen entlasten. Danke an alle Mitwirkenden für die wertvollen Impulse und den offenen Austausch. Die Diskussion zeigt einmal mehr, wie viel Potenzial in unserer Region steckt – und wie wichtig es ist, dass der Strukturwandel und die Transformation aktiv gestaltet werden.
Digitale Diskussion
Beim Blick auf die nächsten Wochen fiel meinem Team und mir auf, dass ich wirklich viel auf Bühnen unterwegs sein werde. Es fing diese Woche zunächst digital an, bei einer Paneldiskussion im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Cohesion & Economy“ der Initiative „Vielfalt ist Zukunft“. Diese Initiative wurde unter anderem von IKEA und Generali ins Leben gerufen und setzt sich für eine vielfältige, weltoffene und plurale Gesellschaft ein. Dafür braucht es auch eine zukunftsfähige und gerechte Einwanderungs- und Integrationspolitik. Im Zentrum stand dabei die Hauptfrage, wie Einwanderung kontrolliert, wirtschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich verantwortlich gestaltet werden kann. Mit mir diskutierten Dr. Marcus Engler vom DeZIM-Institut und Enita Ramaj von der IKEA-Deutschland Geschäftsleistung. Es wurden viele Themen angesprochen, die so auch gerade im Ausschuss für Arbeit und Soziales besprochen werden. Die Punkte Fachkräftemangel und die alternde demografische Situation sind aus meiner Sticht die größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts in dem Bereich. Es war ein sehr konstruktiver Austausch, bei dem die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Work-and-Stay Agentur und die diesbezügliche Ausarbeitung und Finanzierung im Mittelpunkt stand. Ich freue mich auf den weiteren Austausch.
Regionale Landwirtschaft im Fokus
Wahlkreiswochen sind immer eine gute Gelegenheit, auch die Kontakte in Richtung Landtag zu pflegen. In dieser Woche ging es daher auf Einladung von Wolfram Günther, Abgeordneter des sächsischen Landtags für Bündnis 90 /Die Grünen, auf den Brühl in Chemnitz. Dahin kam auch Ina Klemm, ebenfalls Landtagsabgeordnete (CDU) und gemeinsam redeten wir über die regionale Landwirtschaft. Wir tauschten uns über den Stand der Dinge in den Projekten „Agil“ und „BioRegio“ aus und sind uns einig, dass es eine stärkere Vernetzung und Sichtbarkeit der Akteure braucht. Den Dialog werden wir in der nächsten Zeit fortführen!
