Der Sommer im Wahlkreis

Unterwegs in Chemnitz und der Region

Sommerpause: Zeit für Urlaub und Entspannung, weit weg vom politischen Business! Nun ja, so sehe ich mein Mandat nicht. Im Gegenteil. Ich habe die sitzungsfreie Zeit gut genutzt, um mein Netzwerk in Chemnitz und meinen Betreuungswahlkreisen in Sachsen zu erweitern und Impulse für die Arbeit in Berlin gesammelt. Kein Tag ohne Termine und nebenbei habe ich auch ein bisschen Wurst vorbereitet, damit der Laden laufen kann.

Chemnitz: Kulturhauptstadt Europas 2025

Meine Heimatstadt Chemnitz trägt in diesem Jahr den Titel Kulturhauptstadt Europas. Darauf sind wir mächtig stolz und es bringt nicht nur viel mehr Menschen in die Stadt sondern schafft auch Sichtbarkeit für die Menschen, die sich hier seit Jahren oder Jahrzehnten für eine lebendige Kultur einsetzen. Bei meinem Besuch der Ausstellung „European Realities“ im Museum Gunzenhauser traf ich zufällig auf unseren Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und die Kuratorin des Museums, Anja Richter. Ein paar Tage später durfte ich bei der Eröffnung der Ausstellung „Edvard Munch: Angst“ in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz dabei sein, die noch bis zum 2. November 2025 zu sehen ist. Doch auch abseits der Kunst begleitete mich das Thema Kulturhauptstadt Europas, beispielsweise beim Spielzeugmacherfestival in Seiffen im Erzgebirge oder beim Treffen mit den Volunteers, also den freiwillig und ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern der Kulturhauptstadt. Das Format „Free Walking Tours“ gefiel mir so gut, dass ich beschloss, selbst eine Tour anzubieten. 

Zwischendrin wurde es auch ein bisschen sportlich, denn Chemnitz bekam einen neuen Walk of Fame berühmter Sportlerinnen und Sportler und wir haben hier jetzt einen neuen Kunstrasen-Hockeyplatz, bei dessen Einweihung ich dabei sein durfte. Zudem fand das Fest „Inklusiv gewinnt“ im Sportforum statt, da war es mir eine große Ehre, eingeladen zu sein, denn das Thema Teilhabe ist mir ein großes Anliegen.

Arbeit, bei der man am Ende des Tages ein Ergebnis sieht, gefällt mir nicht nur in der Fleischerei sehr gut – sondern auch bei meinem Patenkind Katrin, dem Faultier des Chemnitzer Tierparks. Ein Perspektivwechsel dort brachte mich nicht nur in ein Erdmännchengehege und den Kamelstall sondern erweiterte meinen Horizont auch im Hinblick auf Themen wie Tierschutz und Ehrenamt.

Handwerk, Haushalt und Heimat

Ein Schwerpunkt meiner „Sommerpause“ lag auch darin, verschiedene Unternehmen zu besuchen und Einblicke zu bekommen in Themen, die mich in Berlin, insbesondere bei der Ausschussarbeit berühren. In das Thema Gesundheit muss ich mich erst einarbeiten, dafür traf ich mich mit den Geschäftsführern des Klinikums Chemnitz, aber auch mit Akteuren der Gesundheitswirtschaft und Verbänden, die Interessen verschiedener Gruppen vertreten. 

Das Handwerk hat für mich eine besondere und zentrale Bedeutung, da ich aus dem Bereich komme und die Begeisterung und Leidenschaft bewundere, mit der hier vor Ort Produkte von nationaler Einmaligkeit und europäischem Weltrang entstehen. Die drängendsten Probleme, die ich immer wieder hörte, war die Unsicherheit, Energiepolitik betreffend und tatsächlich die bürokratischen Aufwände, die betrieben werden müssen, um einen Betrieb am Laufen zu halten. 

Weil wichtige Dinge nicht aufgeschoben werden können, fanden in der Sommerpause auch Haushaltsberatungen der Bundesregierung statt. Das heißt: Die Ausschüsse haben alle nochmal mit Sondersitzungen getagt. Zum Glück fand das jedoch online statt, sodass ich die geplanten Termine im Wahlkreis nicht absagen musste.

Und noch so viel mehr…

Mein Anspruch an mein Mandat ist, möglichst viele Ideen und Impulse aus Chemnitz und meinen Betreuungswahlkreisen nach Berlin mitzunehmen. Daher habe ich mich sehr gefreut, beim Format „Ausgefragt? Nachgehakt!“ im André-Gymnasium in Chemnitz dabei sein zu dürfen und dort mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Zudem lud mich die Seniorenunion im Erzgebirge ein, ich hatte meine ersten Bürgersprechstunden, tauschte mich mit dem Chemnitzer Oberbürgermeister aus, traf Bürgermeister anderer Kommunen aus dem Umland und war häufig in den Fraktionssitzungen der Chemnitzer CDU-Stadtratsfraktion zu Gast. 

Die Sommerzeit habe ich auch genutzt, um viel zu lesen: Gesetzesentwürfe, Haushaltspläne und auch den einen oder anderen Roman. Tatsächlich war ich auch eine Woche im Urlaub. Und ich habe die Zeit genutzt, mich um Kunst in meinem Büro zu kümmern, denn ich möchte da auf jeden Fall einen Gruß aus der Heimat haben (mehr dazu folgt bald!). Außerdem stand ich mehrfach vor der Kamera, mit dem MDR war ich zum Thema Brunnen in Chemnitz unterwegs und aus der Social Media Redaktion des Bundestages besuchten mich einige junge Menschen im Wahlkreis für das Format „How to Abgeordnete?“.

Mein Team und ich haben in den letzten Wochen auch die Webseite auf den aktuellen Stand gebracht und die beiden Standorte Berlin und Chemnitz mehr miteinander verknüpft, sodass wir jetzt nach der Sommerpause mit guten Strukturen starten. Für Anfang Oktober ist dann die erste Bundestagsfahrt aus Chemnitz nach Berlin geplant, da stecken wir schon mitten in den Vorbereitungen und auch der Kalender füllt sich. Wer über meine Arbeit auf dem Laufenden bleiben will, kann sich auf Instagram informieren oder den neuen Newsletter abonnieren. 

Fazit: Action statt Couch.

Ich habe die sitzungsfreie Zeit sehr gut genutzt und hatte spannende Begegnungen im Wahlkreis, im Erzgebirge und in Mittelsachsen. Trotz aller Herausforderungen, die ich mit nach Berlin nehme und für viele hoffentlich Lösungen finden kann, stelle ich immer wieder fest, wie cool es hier ist, was für tolle Menschen sich hier engagieren und was ein Titel wie Kulturhauptstadt Europas für eine Stadt und die Region bewirken kann. Dafür bin ich dankbar und freue mich jetzt auf die anstehenden Diskussionen in Berlin.